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Zum Kotzen

Online Kurier, 10.Mai 2008
   
Eine außergewöhnliche Uraufführung findet am 15. Mai im Schubert Theater Wien statt: Die junge Regisseurin Sigrid Tschiedl findet mit ihrem Stück "Zum Kotzen" einen einzigartigen Zugang zu einem nach wie vor tabuisiertem Thema: Bulimie.

Eine Essstörung der Gegensätze, der Extreme, in der es viel ums Verstecken geht, um Scham, um Hilflosigkeit. Besonders in einer Lebensphase, in der man versucht herauszufinden was "normal" ist, wer man selbst überhaupt ist, werden Jugendliche häufig mit ihren Gedanken, Ängsten und Unsicherheiten allein gelassen und entwickeln ihre eigenen Strukturen, die ihnen Halt und das Gefühl von Kontrolle geben.

Lösungswege
Das erklärte Ziel der Theaterarbeit Tschiedls ist es, genau hier anzusetzen und durch die Mischung aus jugendlicher Sprache, dem bedingungslosen Aussprechen tabuisierter Vorgänge und dem eindringlichen Erzählstrang zu erreichen, dass Jugendliche mit ihren Problemen und Sorgen ernst genommen werden, um letztlich auch Lösungswege aufzuzeigen.

Das Roman-Manuskript von "Zum Kotzen" wurde bereits vom Verlagshaus der Ärzte unter Vertrag genommen, und nach der Premiere und einigen Vorstellungen des Stücks im Schubert Theater startet im Herbst voraussichtlich eine Tour durch Österreichs Schulen.